 |
| |
| | | | | | Stiere im Nordtiroler Exil
Die lange Suche nach einer Alm für ihre Stiere führte Südtiroler Züchter von Hochlandrindern über die Grenze bis nach Flirsch am Tiroler Arlberg.
Ein Bericht der Tiroler Tageszeitung vom 29.08.2010 von Michaela Spirk-Paulmichl
| | |  |
| |
| | | Buchener Landwirt auf Behörden sauer
Rüdiger Pischl, Seniorchef des Landgasthofes "Ropferstubm" in Buchen bei Telfs, ist auf die Behörden ganz schön sauer. Er will nämlich eine mehrere Hektar große Galtmahd, die seit Jahren nicht mehr genutzt wurde und deshalb mit kleinen Bäumen bewachsen ist, wieder rekultivieren, um dort über die Sommermonate hinweg eventuell Hochland- oder Angusbeef-Rinder weiden zu lassen. Für das "Weiderecht" soll er allerdings tief in die Tasche greifen. Die Forstbehörde verlangt pro Quadratmeter gerodeter Fläche 72 Cent. "Es kann nicht sein, dass ein Landwirt seinen eigenen Grund zurückkaufen muss, nur weil er ihn bewirtschaften will", schimpft Pischl.
Von Gebi G. Schnöll
Die Galtmahd in der Nähe des Landgasthofes "Ropferstubm" und des "Ropferhof Pure Natur" wird seit etwa 45 Jahren nicht mehr bewirtschaftet. Nun will Rüdiger Pischl die Mahd wieder für landwirtschaftliche Zwecke nutzen. Hochland- oder Angusbeef-Rinder sollen auf der mehrere Hektar großen Fläche die Sommermonate über weiden. Damit dort Vieh weiden kann, muss allerdings bei der Forstbehörde eine Rodungsbewilligung eingeholt werden. "Es ist nämlich so, dass auf der Galtmahd im Laufe der Jahre einige kleine Bäume gewachsen sind und die Fläche ab einer so genannten Bestockung von 1,50 Meter Höhe als Wald gilt", erklärt Rüdiger Pischl. Für die Bewilligung soll der Landwirt 72 Cent pro Quadratmeter bezahlen. "Ich frage mich woher sich die Behörde das Recht nimmt, eine bislang bewirtschaftete Fläche als Wald zu erklären und die Fläche mit einer Art Eigentumsrecht zu belegen. 72 Cent für eine Rekultivierung zu verlangen ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, ein unzumutbarer Eingriff in das Eigentumsrecht und eine Anmaßung der Behörde", bringt es Rüdiger Pischl auf den Punkt.
WILLKÜR. Kritik übt der Buchener auch an der Jagdbehörde, an welche er 400 Euro für die Genehmigung eines Wildgeheges hinblättern musste. "Es ist ja nicht erlaubt, dass auf eigenem Grund ein Zaun errichtet wird. Die Tierschutzbehörde schreibt vor, was für ein Zaun es sein muss. Mit dem Geld hätten in Eigenregie einhundert Meter Zaun errichtet werden können", so Pischl. Eine Gefahr für die Landwirtschaft sieht Rüdiger Pischl im "Sozialversicherungssystem". "Seit drei Jahren sind Pächter von landwirtschaftlichen Flächen dazu verdammt, nicht nur eine Unfallversicherungsprämie, sondern auch einen Sozialversicherungsbeitrag zu leisten. Auch für den Fall, dass als Nebenerwerbsbauer bereits eine Sozialversicherungspflicht besteht. Wie groß stellen sich eigenlich unsere Politiker das Füllhorn der alpinen Landwirte vor. Niemand braucht sich zu wundern, wenn fleißige Landwirte wegen der Behörden- und Politikerwillkür ihre Betriebe schließen", macht sich Pischl Luft.
ANDERE ART WALD. Punkto "Rekultivierung der Galtmahd in Weidefläche" heißt es in einer Stellungnahme der Landwirtschaftskammer Tirol, dass die so genannten Lärchenwiesen, ehemalige Grünflächen und Bergwiesen, welche auf Grund einer aufgelassenen Bewirtschaftung zwischenzeitlich bestockt sind, von der Behörde als Kulturlandschaft anderer Art geschützt werden. Eine über Jahrzehnte nicht ausgeübte Grünlandbewirtschaftung führe kurzum zum Ergebnis, dass sich waldähnliche Grundflächen heranbilden, welche nach den Bestimmungen des Forstgesetzes bei einer bestimmten Bestockung als Wald angesehen werden. Weiters heißt es, dass es sich bei den 400 Euro für die Genehmigung eines Wildgeheges um eine Verwaltungsabgabe handle. "In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass von der Landwirtschaftskammer Tirol eine Novellierung des Tiroler Jagdgesetzes vorangetrieben wird, um nicht zuletzt die Interessen der Grundeigentümer zu stärken. Dazu hat unser Fachausschuss für Forst und Jagd bereits einen Vorschlag ausgearbeitet, welcher nach einer externen Prüfung der Landesregierung vorgelegt wird!"
PROBLEM. In Bezug auf die "Sozialversicherungspflicht", erklärt man von Seiten der Landwirtschaftskammer: "Als Bemessungsgrundlage zur Festsetzung der Sozialversicherungsbeiträge gilt der land- und forstwirtschaftliche Einheitswert. Die Beiträge hat entweder der Eigentümer oder der Pächter bei Überschreiten der maßgebenden Einheitswertgrenzen zu leisten. Überschreitet der Einheitswert den Betrag von 150 Euro besteht eine Beitragspflicht in der Unfallversicherung, übersteigt der Einheitswert den Betrag von 1.500 Euro ist der Eigentümer oder Pächter über die Unfallversicherung hinaus beitragspflichtig in der Kranken- und Pensionsversicherung. Unabhängig davon, ob der Eigentümer oder Pächter der Landwirtschaft bereits durch einen Haupterwerb unfall-, kranken- und pensionsversichert ist. Ohne diese Beiträge wäre das bäuerliche Versicherungssystem in Gefahr!"
Die ARGE bleibt am Ball und wird weiter berichten.
www.ropferstubm.com
Christian Wieser
Artikel und Foto mit freundlicher Genehmigung von Gebi Schnöll www.rundschau.at Oberländer Rundschau
| | | EINLADUNG ZUM MORTERER ALMFEST 2010 BEI UNSEREN SÜDTIROLER FREUNDEN !
Die Agrargemeinschaft Morterer Alm lädt auch heuer wieder zum bewährten Morterer-Highlander-Event auf die Morterer Alm in Südtirol und würde sich wieder über zahlreichen Besuch aus Österreich freuen.
Das beliebte Almfest findet nunmehr schon seit Jahren statt und freut sich einer immer größeren Beliebtheit. Hunderte Besucher jedes Jahr geben den verantwortlichen Organisatoren Lorenz Müller und Peter Schöpf recht. Es wird zu einem gemütlichen Almtag in der schönen Südtiroler Bergwelt am 31. Juli 2010 eingeladen.
Programm:
11.00 Uhr Gottesdienstfeier mit Tiersegnung Musikalische Umrahmung der Messfeier Musikkapelle „Goldrain – Morter“.
anschließend Festbeginn
Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt.
Anfahrt:
Reschenpass - Schlanders - Richtung Martelltal - Abzweigung links nach dem Hotel Burgaunerhof - der Forststraße folgen bis zum Parkplatz.
Letztes Stück - gemütliche Gehzeit von ca. 20 Minuten.
Für weitere Infos:
Lorenz Müller: +393358251234
Peter Schöpf: +393383032933
Christian Wieser
| | |  |
| |
| Foto Tiroler Krone 18.07.2010 | | | Männer in Röcken beim "Higl rennen" & "Bam schmeißen"
Fliegende Eier begleitet von Dudelsackklängen und muskelbepackte Männer in kurzen Röcken mitten in Tirol: Bei den vierten Tiroler Highland Games in der Leutasch haben am Samstag 19 Teams in fünf speziellen Disziplinen um die Hochland-Meisterschaft gekämpft. 1.500 Zuschauer feuerten die Akteure an – die Gaudi kam dabei nicht zu kurz.
Der Wettergott muss ein "Highlander" sein. Bis zum frühen Nachmittag gingen die Bewerbe problemlos über die Bühne. Lediglich ein paar "Spritzer" verirrten sich auf das Veranstaltungsgelände Rödlach in der Leutasch. Davon ließen sich die starken Typen in kurzen Röcken nicht beeindrucken. 19 Mannschaften, darunter vier Frauenteams, traten in fünf Disziplinen an. Und bei einigen Bewerben waren jene im Vorteil, die ab und zu eine Kraftkammer von innen sehen. "Bam schmeißen" nennt sich eine der mühsamen Sportarten und gehört zu den Ur-Disziplinen der Hochlandspiele. "Ein 40-Kilo-Stamm ist kein Zündholz", so ein Teilnehmer.
Doch auch Geschicklichkeit zeichnet einen schottischen Champion aus. Beim "Eier wixen" brauchte der Fänger viel Gefühl in den Händen, beim "Higl rennen" waren jene mit großer Sprungkraft im Vorteil. Dabei lupfte sich so mancher Kilt höher als gewollt. Und beim "Armdrücken" ging so mancher Ellbogen in die Knie. Für die größte Gaudi sorgte die Sparte "Fassl rollen" – nicht selten verirrte sich ein Whiskyfass.
Organisator Rudi Hundsbichler zog zufrieden Bilanz: "Wir konnten die Tiroler Highland Games als Fest für die Familie etablieren. 1500 Besucher sind ein Beweis für diese Erfolgsgeschichte, die nächstes Jahr weiter geht."
Text u Foto www.krone.at | | | | | | Tiroler Highland Games 2010
16. - 17. Juli 2010 Leutasch / Seefeld
Die vierten Tiroler Highlandgames finden wieder in der Olympiaregion Leutasch/Seefeld statt. Der Austragungsort ist wieder derselbe wie letztes Jahr. Das Programm lehnt sich wieder an den letzten Jahren an und beinhaltet wieder die Firmengames am Freitag und die Hauptbewerbe am Samstag. An neuen Attraktionen arbeiten wir bereits. Last Euch einfach überraschen. Das endgültige Programm wird natürlich rechtzeitig bekannt gegeben. Über zahlreiche Teams und Besucher freut sich schon jetzt das Team um Rudolf Hundsbichler.
Seht Euch das reichhaltige Fotomaterial aus dem Vorjahr an und Ihr werdet ganz sicher Lust bekommen, dabei zu sein unter www.tiroler-highland-games.at !
Infos zu den Games bzw. zu den Firmengames könnt ihr vorab direkt bei uns
unter folgender E-Mailadresse erhalten:
claymore-whiskyclub@aon.at
| | | | | | Grosses "Griess" beim Highlanderworkshop
ACHTUNG INFO:
Der zweite Highlanderworkshop wird aufgrund eines früheren Alpungstermines von 10. Juni auf 03. Juni vorverlegt ! Aufgrund der großen Anmeldungszahl ist nur mehr eine geringe Anzahl von Nachnennungen möglich!
Nennungen telefonisch: +43676841626888
Das Oberland mausert sich langsam aber sicher zum Dorado für Züchter des Schottischen Hochlandrindes. Franz Patscheider, Paradeunternehmer und jüngst ausgezeichnet mit dem Naturschutzpreis, organisierte den ersten Highlander-Workshop auf seiner „Ranch“ mitten im Gurgltal. Nicht weniger als 17 Neueinsteiger aus Nah und Fern (Unterland, Bayern usw.) lauschten den Ausführungen Patscheiders, der seit zehn Jahren Zottln züchtet und in seiner Herde über 30 Tiere zählt. Natürlich war auch „Vorarbeiter“ Hermann Raich anwesend, so wie Tirols oberster Highlander Wolfgang Wahrstätter.
Christian Wieser
| | | Deckangebot über den Sommer !
Hallo Züchterkollegen und
Freunde des schottischen Hochlandrindes
Allen denjenigen, die aus Haltungsgründen keinen Zuchtstier zum Decken der Tiere bei sich zuhause haben können oder aber auf der Alm im Alpsommer 2010 kein Stier zur Verfügung steht, wird hiermit eine kleine Hilfestellung geboten.
Züchterkollege Karl Föger aus Silz stellt für den Bereich Tiroler Oberland den Zuchtstier „Mars von Highlandhill“ (Züchterin Sabina Moser /OÖ) auf seiner Weide in Silz zum Decken zumindest bis zum Herbst 2010 zur Verfügung. Gegen ein geringes Futter- und Deckentgelt können dabei Tiere, die über den Sommer gedeckt werden sollen, nach Silz gebracht werden. Kontakt: Föger Karl – Silz Tel: 0664/2835575.
„Mars von Highland-Hill“ stammt aus der Championschmiede Sabina Moser und wurde bei der 4. Bundes-Fleischrinderschau in Ried 2003 Bundessieger. Auch seine Nachzucht kann sich sehen lassen. Eine Tochter von „Mars“ wurde ebenfalls Klassensiegerin bei der Europaschau 2006.
Anfragen direkt an Föger Karl.
Christian Wieser
| | |  |
| |
| | | Highlanderworkshop für Neueinsteiger und Interessierte mit Hofführung in Tirol
Hallo Freunde des schottischen Hochlandrindes!
Liebe Jungzüchter, Anfänger und Interessierte!
Anlässlich von 2 Terminen im Mai und Juni 2010 wollen wir das schottisches Hochlandrind einer interessierten Gruppe präsentieren. Im Vordergrund stehen dabei unter anderem die Haltung der Hochlandrinder, der Umgang mit dem Vieh und vieles andere mehr.
Alle Neueinsteiger und die es noch werden wollen, Jungzüchter und Freunde sind recht herzlich eingeladen. Es werden zahlreiche Tipps und Erfahrungswerte im Zusammenhang mit der Haltung und Zucht unserer zotteligen Freunde präsentiert. Anlässlich einer Hofführung kann viel Wissenswertes mit nach Hause mitgenommen werden.
1. Termin: Donnerstag 20.05.2010 15 Uhr
2. Termin: Donnerstag 10.06.2010 15 Uhr
Die Veranstaltungen finden auch bei "schottischen" Wetterverhältnissen statt !
Ort: Hochlandrinderzucht Franz Patscheider, Am Damm 1 6464 Tarrenz/Gurgltal
Anmeldungen sind unbedingt notwendig unter franz@hochlandrinder.com per Mail oder kurz telefonisch unter 0676/841626888 !
Auf Wiedersehen im Gurgltal
Christian Wieser
"Tyrolean do it bether"
| | |  |
| |
| | | Olympia von Vancouver
Tierisches Geschenk für Andi Matt
Skicross-Silbermedaillengewinner Andreas Matt freut sich über Nachwuchs. Der Züchter von Schottischen Hochlandrindern, dem seine Gemeinde Flirsch durch Bürgermeister Roland Wechner im Rahmen des Olympia-Empfanges als Geschenk ein Tier aus dem Stall von Matts Züchterkollegen und ÖSV-Vizepräsident Franz Patscheider versprochen hatte, durfte kürzlich das Geschenk offiziell in Empfang nehmen. Eine Kuh samt zwei Wochen altem Kalb suchte sich der Flirscher gemeinsam mit Bürgermeister Wechner und Vizebürgermeister Werner Mungenast aus der Herde Patscheiders auf seinem Musterhof in Tarrenz aus. Sichtlich erfreut meinte Andreas Matt: "Jetzt wirds eng" - schließlich hat er bereits acht Hochlandrinder in seinem Stall stehen. Jetzt ist eine Erweiterung notwendig. Und VBM und Ortsbauerobmann
Mungenast meinte zum Geschenk durch die Gemeinde: "Wir sind nicht nur stolz, sondern auch froh, dass sich die Jungen wie der Andi mit der Landwirtschaft identifizieren."
Bild rechts oben: Andi Matt mit ÖSV-Vizepräsident Franz Patscheider und den Flirscher Bürgermeistern VBM Werner Mungenast und BM Roland Wechner (v.l). Foto: Zangerl
(Zangerl TT.)
| | | | | | Hochlandrinderzüchter gewinnt Tiroler Tierschutzpreis!!
Sechzehn Betriebe wurden vergangenen Mittwoch am Planötzenhof mit dem Tierschutzpreis 2010 ausgezeichnet. Standen im Vorjahr die Milchviehbetriebe am Podest, so sind es dieses Jahr die Mutterkuhhalter, die sich strengen Auswahlkriterien und zusätzlich einer vor Ort- Begutachtung der Expertenjury unterwarfen. "Tierschutz ist nicht alleine an Zentimetern festzumachen. Es ist viel mehr die Summe von Einzelkomponenten wie Betreuungsintensität, Auslauf, Weidegang oder Alpung, die auch die Tiergesundheit wesentlich beeinflussen. Letztendlich profitiert jeder Tierbesitzer von gesunden und robusten Tieren", weist LK-Präsident Josef Hechenberger auf die Notwendigkeit der Umsetzung von Tierschutz in der Praxis hin.
Vorzeigezüchter und ARGE-Mitglied Franz Patscheider aus dem Tiroler Gurgltal im Bezirk Imst gewann auf Anhieb mit seinen Schottischen Hochlandrindern den 2. Tiroler Tierschutzpreis. AGRAR-Landesrat Anton Steixner, der Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol Ing. Josef Hechenberger, Dr. med. vet. Martin Janovsky, Tierschutzombudsmann des Landes Tirol, Inge Welzig, Geschäftsführerin des Tierschutzvereines Tirol und die ARGE Österreich stellten sich als erste Gratulanten ein.
LK-Tirol-Präsident Josef Hechenberger im Interview: "Im Spätherbst des Vorjahres gab es aufgeregte Meldungen über Tiere, die zu unwirtlichen Witterungsbedingungen im Freien stünden. Was der Informant nicht wusste oder nicht bedacht hat: Tiere haben nicht das gleiche Kälteempfinden wie wir Menschen. Oft sind und waren es einfache Missverständnisse, die Tierschutz und Landwirtschaft aufeinander prallen ließen. Mit dem Tiroler Tierschutzpreis wird der Beweis gebracht, dass Tierschutz Bäuerinnen und Bauern ein Anliegen ist. Daher luden wir dieses Jahr Tirols Tierschutzvertreter in die Jury ein, sie sprachen den Teilnehmern ein großes Lob aus. Es gab aber auch das Eingeständnis, dazugelernt zu haben. Positive Beispiele, die nicht bei Mindeststandards stehen bleiben, werden mit dem Tierschutzpreis vor den Vorhang geholt. Viele unserer Tierhalter wissen, dass es einen großen Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Überlegungen und einer besonders tiergerechten Haltung gibt. Die Tiergesundheit ist ein wesentlicher Parameter dafür, der sich umgehend finanziell am Betrieb auswirkt. Doch darf sich Tierschutz nicht allein im Nachmessen von Zentimetern niederschlagen, sondern muss verstärkt die Gesamtsicht der Tierhaltung berücksichtigen, wie auch praxistauglich sein. Dies wird verstärkt zu beachten sein, wenn 2010 die neuen Tierschutzbestimmungen in Kraft treten. Denn in unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft gibt es noch die intensive Beziehung zu den Tieren. Auch das ist gelebter Tierschutz."
Christian Wieser u. LK Tirol
| | |  |
| |
| | | Tiroler Highlanderstammtisch – Ein voller Erfolg
Hoch über dem Tiroler Inntal fand am Wochenende, 18. April 2010, bei sonnigen warmen Frühjahrstemperaturen der Highlanderstammtisch Tirol am „Angererhof“ von Züchter und ARGE-Mitglied Robert Frischmann statt.
Ca. 30 Züchter samt Anhang waren dem Aufruf zum sehr gut organisierten inkludierten Hoftag gefolgt, bekamen eine äußerst liebevolle und durchdachte neu adaptierte Hofstelle präsentiert und man konnte viele neue Anregungen und Ideen mit nach Hause nehmen. Besonders imposant und bemerkenswert die detailliert angelegten Fleischverarbeitungsräume mit mustergütigen Schlacht-, Zerlegungs- und Kühlbereichen – Ein Vorzeigebetrieb, in dem die Selbstvermarktung von großem Erfolg gekrönt wird.
Der Betrieb liegt auf 1000m Seehöhe und bewirtschaftet ca.14ha landwirtschaftliche Nutzfläche, davon sind 7ha Eigengrund und 7ha zugepachtet. Weiters werden 7ha Wald forstwirtschaftlich genutzt. Der Betrieb befindet sich im extremen Berggebiet, aber alle Flächen sind mehr oder weniger gut mit Maschinen bearbeitbar.
Der Betrieb Frischmann ist ein gutes Beispiel dafür, dass mit guter Zusammenarbeit vieles zu erreichen ist. So arbeiten neben dem Altbauernehepaar Rudolf und Martha, das Betriebsleiterehepaar Robert und Maria sowie deren Sohn Andreas mit Frau Verena aktiv auf dem Betrieb.
Im Jahr 2005 wurden die Stallungen bzw. das Wirtschaftsgebäude total neu gebaut. Der neue Laufstall wurde wesentlich größer und arbeitswirtschaftlicher und bietet Platz für ca. 30 GVE.
Zur Zeit stehen 7 Hochlandrinderkühe mit Nachzucht, 15 Milchkühe der Rasse Braunvieh mit dazugehörigem Jungvieh, 10 Mutterschafe mit Lämmern, 3 Ziegen mit Kitzen, 3 Muttersauen mit Nachzucht auf dem Betrieb. Im Sommer wird bis auf die Milchkühe, welche auf der Heimweide bleiben, der gesamte Rinderbestand auf die hofeigene Alm aufgetrieben.
Während der ausgiebigen Besichtigung und Führung durch den Hof am Vormittag, wurden die Gäste ausgiebig mit eigenen Produkten bewirtet (Anmerk: Nur das Bier wird nicht selbst gebraut). Im Anschluss gab es bei einem ausgezeichneten Highlandergullasch im Gasthof Jagerwirt in Volders einen Vortrag von Ing. Mag. (FH) Peter Frank von der Landwirtschaftskammer Tirol, Abteilung Projekt Grünfutterqualität zum Thema „Pflanzenbestände bilden die Ausgangsbasis“. Tirols Hochlandrinder-„Präsi“ Wolfgang Wahrstätter führte in gewohnt gekonnter Manier durch den anschließenden Stammtisch und wartete mit allerlei Neuigkeiten und zahlreichen Informationen auf. Der Rinderzuchtverband Tirol, vertreten durch den eigens aus Italien zurückgekehrten DI Christian Moser, führte abschließend Ehrungen an die Tiroler Hochlandrinderzüchter durch, die bei den Management-Profis und LL-Kühe für Fleischrinder teilnahmen. Zahlreiche Hochlandrinderzüchter fanden sich wiederum bei den Top-Leistern.
Gemütlich endete der Tiroler Highlanderstammtisch am späten Nachmittag.
Einen herzlichen Dank für die hervorragende Vorbereitung, Durchführung und Organisation dieses eindrucksvollen Stammtisches an die Familie Frischmann!
Christian Wieser | | |  |
| |
| | | Pflanzenbestände bilden die Ausgangsbasis
Grünlandpflanzen kennen
Gesunde, harmonische Bestände als zentrales Ziel
Das Ausgangsmaterial, der Pflanzenbestand, bildet die Basis für den weiteren Verlauf zu einer guten Grundfutterqualität.
Ein harmonischer, gesunder Pflanzenbestand besteht aus 60% Futtergräsern, 10 – 30% Leguminosen und 10-30% Kräutern. Diese Zusammensetzung ist der erste Schritt in Richtung Ertrag und Qualität auf unseren Wiesen und Weiden. Eine dichte, geschlossene und gesunde Grasnarbe ist der beste Schutz vor Verunkrautungen und muss daher das Ziel in der Grünlandbewirtschaftung sein.
Pflanzenbestand kennen - Bewirtschaftungsfehler vermeiden
Lückige Bestände bilden ausgezeichnete Startbedingungen für Ungräser und Unkräuter und führen zusätzlich oft zu Verunreinigungen des Futters. Um Fehlentwicklungen beim Pflanzenbestand gegenzusteuern muss man die Ursachen dafür kennen. Die laufende Kontrolle der Bestände ist hier der entscheidende Punkt. Wenn man den Pflanzenbestand nicht kennt und kontrolliert, ist es schwierig Maßnahmen zur Verbesserung abzuleiten.
Maßnahmen zur VerbesserungDiese Verbesserungsmaßnahmen reichen von der Hinterfragung des Technikeinsatzes, der abgestuften Nutzung bis hin zu einer gezielten Vorweide im Frühjahr.
Oft sind es Bewirtschaftungsfehler im Bereich der Nutzung und Düngung, die zu einer Fehlentwicklung im Pflanzenbestand führen. Eine Intensivierung der Nutzung bedeutet, dass sich auch der Pflanzenbestand verändern, gleiches gilt für die Extensivierung. Nicht zu unterschätzen sind die Witterungseinflüsse (Trockenschäden) oder tierischen Schädlinge (Wühlmäuse) die negative Auswirkungen auf unsere Wiesenbestände haben. Maßnahmen zur Verbesserung sind unbedingt notwendig. Nach- und Übersaaten in Kombination mit entsprechenden Begleitmaßnahmen können hier entgegenwirken und sind sehr hilfreich und als gute Investitionen für künftige Qualitätserträge zu sehen. Bei der Saatgutauswahl sind die Standort- und Nutzungsfaktoren, sowie zukünftige kurz- oder längerfristige Ertragsziele von Bedeutung.
Bei allen Bewirtschaftungsmaßnahmen und Empfehlungen sind die Standortfaktoren (Höhenlage, Boden, Wasserversorgung, …) unbedingt zu berücksichtigen - es gibt kein Patentrezept. Die Nutzungsform und -intensität ist den Standortverhältnissen anzupassen und nicht umgekehrt.
BeratungsangebotDie Beratungsoffensive „Grundfutterqualität“ der Landwirtschaftskammer Tirol und des Maschinenring Tirol zeigt mit einem umfangreichen Gesamtpaket die Zusammenhänge zur Erreichung von Qualität und Ertrag beim Grundfutter auf. Die Feldbegehung zur Pflanzenbestandsaufnahme sowie das Angebot zur Grundfutteruntersuchung im Labor mit ausführlicher Auswertung der Ergebnisse sind interessante Angebote für jeden Grünlandbauern.
Ansprechpartner: Ing. Mag. (FH) Peter Frank, Brixner Straße 1, 6020 Innsbruck, Tel 05 9292-1604
E-mail: peter.frank@lk-tirol.at
| | |  |
| |
| | | Tierschutzpreis 2010 für Tiroler Mutterkuh-Halter
Tiroler Hochlandrinderzüchter unter den Siegern? Die Ergebnisse gibt´s in Kürze.
Christian Wieser
| | |  |
| |
| | | Management-Profis und LL-Kühe für Fleischrinder
Auch Hochlandrinder wieder unter den Top-Leistungen.
Nachdem nun der Jahresabschluss für die Fleischleistungskontrolle 2009 abgeschlossen wurde, konnten nun auch die Betriebe für den Managementprofi und Lebensleistungskühe ausgewertet werden.
Insgesamt konnten 13 Fleischrinderkühe die Mindestkriterien für die Auszeichnung „Lebensleistungskuh“ erreichen. Diese Auszeichnung erhalten Kühe dann, wenn sie mindestens 12 Jahre alt sind, ein Erstkalbealter von maximal 36 Monaten haben und durchschnittlich die 400 Tage Zwischenkalbezeit nicht überschreiten.
Ebenfalls schon mit Spannung erwartet wurden von den Fleischleistungsbetrieben die Auswertungen für den Management-Profi. Hier gelten als Mindestkriterien ein Durchschnittsalter von mindestens 7 Jahren, eine maximale Zwischenkalbezeit von 400 Tagen und eine Mindestabkalbequote von 80 %. Heuer haben die Kriterien für diese Auszeichnung 11 Fleischleistungsbetriebe erreicht. Wir gratulieren zur Auszeichnung recht herzlich. Von 11 Fleischleistungsbetrieben aller Rassen waren 4 Betriebe vom Stamme der Hochlandrinderzucht vertreten !!
Der Rinderzuchtverband Tirol nimmt mit dieser Auszeichnung eine Vorreiterrolle ein. hat man doch schon vor über 5 Jahren diese Auszeichnungen für Wirtschaftlichkeit und Tiergesundheit ins Leben gerufen. Als erste Organisation in Österreich wurden diese Auszeichnungen auch für Fleischrinderzuchtbetriebe geschaffen. Die Kriterien für die Auszeichnungen im Fleischrinderbereich wurden nach den Vorgaben einer wirtschaftlichen Mutterkuhhaltung gestaltet. Man hat dabei absichtlich auf Unterscheidungen zwischen den Rassen verzichtet.
Als Vertreter der Top-Leistungen in der Hochlandrinderzucht in Tirol angeführt werden hier ZANGERL Stefan aus Ischgl, STROLZ Hermann aus St. Anton am Arlberg, HAASER Emanuel aus Brandenberg und Gretl und Franz PATSCHEIDER aus Tarrenz!
Fleisch Lebensleistungskühe:
TIER_NAME RASSE ALTER in Jahren EKA ZKZ BETRIEB GEMEINDE
CATEI Hochlandrind 12,7 26 379 Zangerl Stefan Ischgl
Managementpreis Fleisch:
BETRIEB GEMEINDE RASSE KUHZAHL ALTER in Jahren ZKZ in Tagen Abk.%
Haaser Emanuel
Brandenberg HL 3 8,9 344 100%
Patscheider Gretl/Franz
Tarrenz HL 8 8,9 359 89%
Strolz Hermann
St. Anton/Arlberg HL 5 12,2 362 80%
Die ARGE gratuliert recht herzlich. Ein weiteres Zeichen hoher Performance in der Tiroler Hochlandrinderzucht!
Christian Wieser
| | | _081.jpg ) |
| |
| | | Tiroler Highland Games 2010
16. - 17. Juli 2010 Leutasch / Seefeld
Die vierten Tiroler Highlandgames finden wieder in der Olympiaregion Leutasch/Seefeld statt. Der Austragungsort ist wieder derselbe wie letztes Jahr. Das Programm lehnt sich wieder an den letzten Jahren an und beinhaltet wieder die Firmengames am Freitag und die Hauptbewerbe am Samstag. An neuen Attraktionen arbeiten wir bereits. Last Euch einfach überraschen. Das endgültige Programm wird natürlich rechtzeitig bekannt gegeben. Über zahlreiche Teams und Besucher freut sich schon jetzt das Team um Rudolf Hundsbichler.
Seht Euch das reichhaltige Fotomaterial aus dem Vorjahr an und Ihr werdet ganz sicher Lust bekommen, dabei zu sein unter www.tiroler-highland-games.at !
Infos zu den Games bzw. zu den Firmengames könnt ihr vorab direkt bei uns
unter folgender E-Mailadresse erhalten:
claymore-whiskyclub@aon.at
| | |
|
|
|