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Der österreichweit erste Fall von Blauzungenkrankenheit ist in Oberösterreich festgestellt worden. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit wies die Erkrankung bei einem Rind im Bezirk Schärding nach.
Es musste leider eine 150-Kilometer-Schutzzone um den betroffenen Bauernhof errichtet werden. Die Schutzzone muss drei Jahre aufrecht
bleiben.
Die Bauern innerhalb des 150-Kilometer-Schutzkreises spüren die Auswirkungen dann, wenn sie lebende Tiere über den Bereich hinaus verkaufen wollen. Das Tier muss geimpft sein und eine negative Blutprobe abgeben. Das erschwere den Absatz im Ausland und könne auf den Preis drücken.
Die einzige Möglichkeit, wie ein erkranktes Tier das Virus weitergeben kann, ist über den Umweg der Stechmücke: Wird es erneut gestochen, nimmt das Insekt das Virus auf und kann es auf einen weiteren Vierbeiner übertragen, erklärt der Tierzuchtdirektor der OÖ. Landwirtschaftskammer, Franz Vogelmayer. Der Erreger sei wahrscheinlich über den internationalen Flugverkehr eingeschleppt worden. Die „heiße Phase“ dürfte nun vorbei sein. Das Virus tritt vor allem von August bis Oktober auf. Noch heuer würden alle Zuchtrinder geimpft, sagt Agrarlandesrat Josef Stockinger (V). Im Frühjahr 2009 sollen dann die Impfungen für die restlichen Tiere im Schutzradius folgen. Sollte sich das Virus in ganz Österreich ausbreiten, rechnet Stockinger mit Impfkosten von 16 bis 20 Millionen Euro. |
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